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»Pinolit« (Eisblumenmagnesit) aus Österreich

eisblumen magnesit

Abb. 1: »Pinolit« - Die Ähnlichkeit mit Pinienkernen gab diesem Magnesit Gestein seinen Namen.

Foto: K. Sieber, www.makrogalerie.de

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Die Lagerstätte Sunk/Hohentauern in Steiermark (Österreich) ist weltweit bekannt für einen gesteinsbildenden Magnesit, mit typisch grobkristallinen Wachstumsgefüge ("Eisblumentextur"). Wegen dieser besonderen Textur, bei der große, helle Magnesitkristalle - die in ihrer Form Pinienkernen oder Eisblumen ähneln - in einer grauen, an anorganischem Pigment reichen, feinkörnigen Matrix eingebettet sind, wurde das Gestein als »Pinolit« (Pignolen = Pinienkerne) oder »Eisblumenmagnesit« benannt.

Diese spezielle Ausbildung der Magnesitkristalle entstand dadurch, dass beim Kristallwachstum Graphit und tonige Verunreinigungen verdrängt wurden und ein dunkles Intergranularnetz zwischen den oft cm-großen, hellen Magnesitkristallen formten. Große Pinolitkristalle können graphitische Bestandteile, Quarzkörner, Kiesflitter und Reste von Dolomit umwachsen.
Bis 1963 wurde das Gestein noch als Dekorgestein abgebaut und unter der Bezeichnung »Sunk« (dem Namen der Fundstelle) vermarktet, heute findet man es fast nur noch in kunstgewerblichen Gegenständen oder als Trommelstein.

 

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