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»Dalmatinerstein« - ein Aplit-Gestein

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»Dalmatinerstein«

Foto: K. Sieber, www.makrogalerie.de

Dieses schwarz-weiß gesprenkelte Gestein, welches nach der Hunderasse der Dalmatiner benannt wurde, ist lange Zeit für ein Porphyrit (einem vulkanischen Gestein) gehalten worden. Das für Porphyrite untypische, deutlich körnige Erscheinungsbild ließ jedoch Zweifel an der Richtigkeit dieser Zuordnung aufkommen.

Kürzlich durchgeführte mineralogische Untersuchungen des EPI-Instituts ergaben, dass es sich bei diesem Stein um ein Ganggestein handelt, welches als »Aplit« bezeichnet wird. Aplite sind weiße bis hellgraue, feinkörnige, manchmal zonierte Ganggesteine, welche vorwiegend aus Kalifeldspat und Quarz bestehen. Sie bilden sich bei der schnellen Abkühlung einer Restschmelze in den aufreißenden Klüften eines erkaltenden magmatischen Körpers.

Eine besondere Herausforderung stellte die Identifizierung der schwarzen Flecken dar, die sich unter dem Mikroskop als winzig kleine, radialstrahlig angeordnete Kristallaggregate zeigten. Erst mit Hilfe der Raman-Laseranalyse ließen sich die Kriställchen als Amphibolmineralien identifizieren. Insgesamt besteht dieses Gestein also hauptsächlich aus Quarz, Kalifeldspat und Amphibol.

Diese neuen Erkenntnisse legen nahe, das weithin gebräuchliche Synonym "Dalmatiner-Jaspis" zukünftig nicht mehr zu verwenden und durch den Begriff »Dalmatinerstein« zu ersetzen, da dieses Gestein definitiv kein Jaspis enthält.

 

Detailliertere Informationen zu diesem Gestein finden Sie in unserem Newsletter-Archiv.

 

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