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Rhyolith (Handelsnamen: Llanite (engl.), Lliant, Llianit, Llanoith, Porphyrit, Que Sera Stein, Vulkanit)

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Rhyolith (Handelsnamen: Llanite (engl.), Lliant, Llianit, Llanoith, Porphyrit, Que Sera Stein, Vulkanit) - 4.6 out of 5 based on 75 votes

 

Rhyolith, Madagaskar

Foto: K. Sieber, www.makrogalerie.de

Ein rhyolithisches Gestein, das als "Llanite" (engl.), "Llanit" (dt.), "Llianit" oder "Llanoith", "Que Sera Stein" (span.) oder einfach als "Vulkanit" vermarktet wird, zeigt runde bis ovale Quarze, die in bläulichen Farbtönen schimmern. Der Überbegriff "Vulkanit" sagt zwar ganz richtig etwas über die Entstehungsweise aus ("vulkanischen Ursprungs"), aber nichts darüber, um was für ein Gestein es sich handelt (Vulkanite gibt es viele). Desweiteren kursiert noch die Bezeichnung "Porphyrit" - ein veralteter Begriff für Rhyolith. Die Name "Llanite" wurde nach einem seiner Fundorte im Llano County, Texas, USA vergeben. Alle anderen Namen sind frei erfundene Handelsnamen. Als Fundorte sind Brasilien, Madagaskar und die USA bekannt.

Der hier untersuchte Rhyolith stammt angeblich aus Madagaskar. Es handelt sich um einen schwach metamorph überprägten (Alkalifeldspat-) Rhyolith mit außergewöhnlich großen Einsprenglings-Kristallen. Bis zu 10 mm große Kalifeldspatkristalle und bis zu 5 mm große Quarz- und Plagioklaskristalle sind auch mit bloßem Auge gut erkennbar. Die Grundmasse ist gut kristallisiert und ohne Glasanteil. Sie besteht aus Quarz, sehr einschlussreichen Feldspäten und Glimmer.

Durch eine beginnende Metamorphose ist die ursprüngliche Grundmasse umkristallisiert und mit gröberen und orientiert eingelagerten Mineralen neu gebildet worden. Die größeren Feldspat- und Quarz-Einsprenglinge hingegen sind weitgehend erhalten geblieben. Dennoch hat der erhöhte Druck dazu geführt, dass der Quarz randlich korrodiert und plastisch deformiert wurde. Diese Deformation kann zu dem bläulichen Farbeindruck führen, der für die Quarze in diesem Gestein charakteristisch ist.

Beim "Llanite"-Rhyolith aus Texas werden fein verteilte Illmenit Einschlüsse für die blaue Farbe verantwortlich gemacht (Zolensky et al., 1988). In dem hier beschriebenen Rhyolith aus Madagaskar konnte jedoch kein Illmenit nachgewiesen werden.

 

 

 

Detaillierte Informationen zu diesem Gestein finden Sie in unserem Newsletter-Archiv.

 

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