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»Nebulastone« und »Kabamba-Stein« - 2 Varietäten von »Eldarit«

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»Nebulastone« (links) und »Kabamba-Stein« (rechts)

Foto: K. Sieber, www.makrogalerie.de

Unter dem Namen "Eldarit" werden zwei Gesteine angeboten. Die erste Variante kommt aus Mexiko und besteht aus einem (fast) schwarzen Gestein mit grünen Punkten und Kreisen (A). Da sich manche Menschen beim Anblick dieses Gesteines an Galaxien oder Sternnebel im Weltall erinnert fühlten, erhilt es in den USA den Handelsnamen "Nebula-Stone".

Dünnschliff- und Mikrosondenanalysen zeigten, dass das Gestein aus einer dunklen Matrix aus Quarz und Alkalifeldspat (Anorthoklas) besteht. Darin eingebettet finden sich radialstrahlig angeordnete, hellgrüne Amphibol-Aggregate (Riebeckit bis Arfvedsonit) die von feinkörnigen Pyroxenen (Aegirin) ummantelt sind. Die Entstehung ist noch nicht völlig geklärt, aber wahrscheinlich handelt es sich um ein vulkanisches Gestein, das durch eine schwache Metamorphose überprägt wurde. Eldarit in der beschriebenen Ausbildung wird den USA häufig, in Deutschland nur sehr selten gehandelt.

In Deutschland bekommt man unter diesem Namen fast immer ein Gestein angeboten, dessen Farbverteilung genau umgekehrt ist wie beim mexikanischen Eldarit. Dieses Gestein kommt aus Madagaskar und wird auch als Kabamba- (Synonyme: Kambamb-a oder Kambaba-) -"Jaspis" bezeichnet (B). Die von verschiedenen Firmen in Madagaskar und den USA vertretene Meinung, er bestehe aus fossilen Stromatolithen Algen, ist definitiv falsch.

Dünnschliff- und Röntgendiffraktionsanalysen des EPI-Instituts haben ergeben, dass es sich keinesfalls um eine Art von Jaspis, sondern um ein vulkanisches Gestein handelt. In der grünen Grundmasse aus Quarz, Pyroxen (Aegirin), sowie Natron- und Kalifeldspäten sind kreisförmig bis schlierig verteilte schwarze Aggregate aus winzigsten Amphibol- Nädelchen (Riebeckit bis Pargasit) eingebettet.

Im Mineralbestand sind sich die beiden Gesteine demnach sehr ähnlich. Sie unterscheiden sich vor allem in der Menge der einzelnen Mineralien, ihrer Verteilung und eventuell auch der Art des Ausgangsgesteins. Aus mineralogischer Sicht sind beide Gesteine jedoch so ähnlich, dass die Handelsnamen Eldarit und Kabamba als gleichwertige Synonyme akzeptiert werden können. Da in keiner der untersuchten Proben Jaspis nachgewiesen werden konnte, sollte der Ausdruck "Kabamba-Jaspis" jedoch unbedingt vermieden und durch den Begriff "Kabamba-Stein" ersetzt werden.

 

Detailliertere Informationen zu diesen Gesteinen finden Sie in unserem Newsletter-Archiv.

 

 

 

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