Start Neuigkeiten Thulit und Piemontit-Quarz aus Norwegen

PostHeaderIcon Thulit und Piemontit-Quarz aus Norwegen

Das bekannteste Vorkommen für die rosarote Zoisitvarietät Thulit liegt in Norwegen in der Gegend um Lom. Aus der gleichen Gegend kommt auch ein Piemontit-Quarz, der dem Thulit sehr ähnlich sieht und mit diesem leicht verwechselt werden kann.

Thulit und Piemontit sind Calcium-Aluminium-Silikate mit der chem. Formel Ca2Al3(SiO4)3(OH) (+ Mn, Fe). Sie kristallisieren jedoch in verschiedenen Kristallsystemen: zum einen als rhombischer Zoisit zum anderen als monokliner Klinozoisit. Beide Modifikationen können durch teilweisen Ersatz von Aluminium durch Mangan, schwach rötliche bis kräftig rosarote Farbvarietäten bilden, die dann Thulit (Mangan-Zoisit) bzw. Piemontit Mangan-Klinozoisit) heißen. Röntgenspektrometrische Untersuchungen des EPI-Instituts haben ergeben, dass es sich bei dem in Deutschland angebotenen Thulit aus Norwegen nur noch selten um reinen Thulit handelt, sondern fast immer um ein Gestein mit unterschiedlichen Anteilen an Thulit, Piemontit, Quarz, Muskovit-Glimmer, Tremolit und Calcit.

In einigen Proben, ging der Thulitgehalt sogar gegen Null und es war fast nur noch Piemontit nachweisbar. In den Piemontit dominierten Proben war der Quarzgehalt oft so hoch, dass die Bezeichnung "Piemontit-Quarz" angebracht ist. Auffällig ist, dass mit zunehmendem Piemontitgehalt auch der Gehalt an Muskovitglimmer ansteigt, wodurch es zu einem deutlichen Aventurisieren ("Glitzereffekt") kommen kann. Diesem Effekt ist es wohl zuzuschreiben, dass Piemontit-Muskovit-Quarz hin und wieder auch als "roter Aventurin-Quarz" angeboten wird.

 

Kommentar hinzufügen

Ihr Name:
Titel:
Kommentar:
  Sicherheitscode zur Prüfung. Nur Kleinschreibung. Keine Leerzeichen.
Sicherheitscode-Prüfung:

unsere Geschäftspartner: