SPECTRA - Shop
Slideshow Image 1
Slideshow Image 2
Slideshow Image 3
Slideshow Image 4
Slideshow Image 5
Slideshow Image 6
Slideshow Image 7
Slideshow Image 8
Slideshow Image 9
Slideshow Image 10
Start Neuigkeiten neue Steinsorten

PostHeaderIcon neue Steinsorten

PostHeaderIcon Dumar - ein Skarngestein

Die Entstehung des Begriffs Dumar ist unbekannt. Ob der Name etwas mit dem span. Mar = Meer zu tun hat ist nicht überliefert. Als Herkunft wird "China" angegeben.

Wie viele andere neu entdeckte Gesteine, so wurde auch Dumar zunächst als ”Jaspis“, genauer gesagt als ”Lotusjaspis“ bezeichnet. Mit Jaspis hat das Gestein aber nicht das Geringste zu tun. Mineralogische Untersuchungen haben ergeben, dass es sich um ein sehr komplexes Skarn-Gestein handelt. Skarne sind durch Metasomatose aus Kalk- oder Dolomitgesteinen entstandene metamorphe Gesteine, die sich durch Stoffaustausch mit silikatreichem Nebengestein bilden.

Der Dumar-Skarn besteht aus einer verkieselten Grundmasse mit sehr feinkörnigem Tremolit, der stellenweise mit Dolomit und Calcit verwachsen ist und die grünen Bereiche bildet. Hinzu kommen radialstrahlig angeordneter Augit und Ägirinaugit in größeren Kristallen, die in den helleren Bereichen mit Albit verwachsen sind. Dazwischen finden sich violette Bereiche aus Fluorit, der stellenweise idiomorphe Kristalle ausbildet.

 

PostHeaderIcon Eclipse (Auripigment-Kalkstein)

Offenbar fühlte sich der Erfinder des Handelsnamens ” Eclipse“ bei den gelben Linien und Kreisen in diesem (fast) schwarzen Gestein an eine Sonnenfinsternis (engl. eclipse = Verdunkelung) erinnert. Niemand weiß es bisher, denn es ist sehr wenig bekannt über dieses Gestein. Es scheint aus China zu kommen, jedoch gibt es bisher keine Angaben über den Fundort.

Mineralogisch handelt es sich um einen durch bituminöse Einschlüsse dunkelgrauen bis fast schwarzen Kalkstein, in dem sich goldgelbe Lagen und strahlige Agregate des Arsenminerals Auripigment (As4S6) gebildet haben. Damit ähnelt es in gewisser Weise dem "Chrysanthemenstein" (siehe Artikel vom 02. Juni 2008).

Durch Druckverformung und Faltung sind geschwungene bis sägezahnartige Strukturen entstanden, die sich sehr dekorativ vom dunklen Begleitmineral abheben. Wegen seiner geringen Härte wird dieses Dekorgestein ausschließlich zu Schmuckzwecken verarbeitet.

Achtung: Auripigment kann unter Sauerstoff und Lichteinwirkung allmählich oxidieren und das hochgiftige Arsenoxid Arsenik bilden, das seit Jahrhunderten zur Rattenbekämpfung eingesetzt wird. Deshalb ist beim Tragen von Eclipse besondere Vorsicht angeraten.

 

PostHeaderIcon Black Galaxy (Bronzit-Gabbro)

Der Name ”Black Galaxy“ für dieses schwarze Gestein mit goldglänzenden Bronzit-Einsprenglingen und bläulich schimmerndem Labradorit-Feldspäten hat sich zuerst im Steinmetzgewerbe etabliert.

Seit es Ende der achziger Jahre des vorigen Jahrhunderts erstmalig auf den Markt kam, sind für das gleiche Gestein aber auch andere Handelsnamen entstanden, z.B. ”Galaxy Black“, ”Star Galaxy“ oder ”Galaxy Gold“.

Im Mineralienhandel wurde es zunächst  fälschlicherweise für eine Variante von Nuumit gehalten, mit dem es jedoch keine Gemeinsamkeiten hat. Es stammt aus der Provinz Andhra Pradesh in Ost-Indien und ist petrologisch als Bronzit-Gabbro anzusprechen. Das quarzarme, magmatische Gestein enthält viel Plagioklas und Erzmineralen, welche für die fast schwarze Eigenfarbe verantwortlich sind.

Verwendung findet das Material vor allem im Steinmetzbereich für Fensterbänke, Küchenfließen und Bodenbeläge, in zunehmenden Maße aber auch als Trommelstein und im Schmuckbereich.

 

PostHeaderIcon Thulit und Piemontit-Quarz aus Norwegen

Das bekannteste Vorkommen für die rosarote Zoisitvarietät Thulit liegt in Norwegen in der Gegend um Lom. Aus der gleichen Gegend kommt auch ein Piemontit-Quarz, der dem Thulit sehr ähnlich sieht und mit diesem leicht verwechselt werden kann.

Thulit und Piemontit sind Calcium-Aluminium-Silikate mit der chemischen Formel Ca2Al3(SiO4)3(OH) (+ Mn,Fe). Sie kristallisieren jedoch in verschiedenen Kristallsystemen: zum einen als rhombischer Zoisit zum anderen als monokliner Klinozoisit. Beide Modifikationen können durch teilweisen Ersatz von Aluminium durch Mangan, schwach rötliche bis kräftig rosarote Farbvarietäten bilden, die dann Thulit (Mangan-Zoisit) bzw. Piemontit Mangan-Klinozoisit) heißen. Röntgenspektro-metrische Untersuchungen des EPI-Instituts haben ergeben, dass es sich bei dem in Deutschland angebotenen Thulit aus Norwegen nur noch selten um reinen Thulit handelt, sondern fast immer um ein Gestein mit unterschiedlichen Anteilen an Thulit, Piemontit, Quarz, Muskovit-Glimmer, Tremolit und Calcit.

In einigen Proben, ging der Thulitgehalt sogar gegen Null und es war fast nur noch Piemontit nachweisbar. In den Piemontit dominierten Proben war der Quarzgehalt oft so hoch, dass die Bezeichnung "Piemontit-Quarz" angebracht ist. Auffällig ist, dass mit zunehmendem Piemontitgehalt auch der Gehalt an Muskovitglimmer ansteigt, wodurch es zu einem deutlichen Aventurisieren ("Glitzereffekt") kommen kann. Diesem Effekt ist es wohl zuzuschreiben, dass Piemontit-Muskovit-Quarz hin und wieder auch als "roter Aventurin-Quarz" angeboten wird.

 

PostHeaderIcon Tiffany Stone (Fluorit-Opal-Jaspis)

Die ersten Funde dieses beigen Gesteins mit violetten Adern, welches in den USA als Tiffany Stone bekannt ist, stammten aus der inzwischen geschlossenen Brush Wellman Beryllium Mine im Juab County im Südwesten Utahs. Nach der Schließung der Mine, war dieser Fundpunkt jedoch nicht mehr zugänglich. Glücklicherweise wurden in der weiteren Umgebung weitere Vorkommen entdeckt, die inzwischen bei amerikanischen Mineraliensammlern unter dem Namen "Spore Mountain Lavender Mines" einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangten. In Deutschland kam das Gestein unter dem Namen "Fluorit-Opal" vor allem als Trommelsteine auf den Markt.

Fluorit-Opal-Jaspis aus einem Trommelsteinsortiment. Die violetten Bereiche bestehen aus feinverteiltem Fluorit, die beigen und braunen Bereiche aus Jaspis und Manganoxiden. Opal ist höchstens in Rissen oder als Imprägnation vorhanden.

Es verdankt seine Entstehung der Aktivität von Vulkanen, die in einem Kalksteingebiet in mehreren Schüben große Mengen von silikatreichen Aschelagen deponierten. Zwischen den zeitlich weit auseinander liegenden Eruptionen bildeten sich quarzreiche Sedimente, die allmählich verfestigt und umgebildet wurden. Fluorhaltige Gase führten zu einer Imprägnation der Ablagerungen mit Fluorit. In einer älteren Periode wurden vor allem Quarz, Quarzit, Jaspis, Achat und Flint entlang des Kontakts zum darunter liegenden Kalkstein gebildet. Mit dem Kalkstein assoziierte Manganerze, wurden mit eingebunden und zeigen sich braune bis schwarze, oft metallisch glänzende Adern im Gestein.

In einer späteren Periode entstanden opalreiche Konkretionen (Opalith), die sich entweder in der noch weichen vulkanischen Asche oder zwischen dem alten Kalksteinhorizont und der weicher Asche bildeten. Diese bewegte Entstehungsgeschichte führte letztendlich zu dem interessant gemusterten Gestein, welches aus verschiedenen Quarzmodifikationen (Opalith, Jaspis, Achat, Flint), Fluorit und Manganerzen zusammengesetzt ist.

"Fluorit Opal" im eigentlichen Sinne ist ein Opalith, der mit intensiv violettem Fluorit imprägniert ist. Bei diesen Qualitäten ist der Name "Fluorit-Opal" völlig richtig.

Wegen seiner starken Sprödigkeit kann dieses Material jedoch nicht als Trommelstein verarbeitet werden. Stattdessen wird ein mit Fluorit imprägniertes Gemenge aus Jaspis und Feinquarz verarbeitet, das an den gleichen Fundorten vorkommt. Durch den hohen Gehalt an Jaspis ist das Material weniger brüchig und härter als Opalith und deshalb für Trommelsteine geeignet. Hier ist der Name "Fluorit-Opal" jedoch irreführend, weil der Hauptanteil der Steine weder aus Fluorit noch Opal besteht, sondern aus Jaspis.

Undurchsichtige, beigefarbene Trommelsteine mit ganz wenigen oder gar fehlenden violetten Anteilen bestehen überwiegend aus Jaspis und sollten auch als Jaspis bezeichnet werden und nicht als (Fluorit-) Opal.

 
Weitere Beiträge...