Start Neuigkeiten Schlangenhaut-Achat, Feuerachat und Feuerkarneol

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Die Handels-Bezeichnung "Schlangenhaut-Achat" wird seit vielen Jahren für einen hellbeigen Chalcedon benutzt, der eine charakteristische Zeichnung von weißen Linien trägt (siehe Abb. rechts oben). 2005 tauchte dann plötzlich ganz ähnlich aussehendes Material in leuchtendem Orange auf, das von chinesischen Händlern zunächst als "Feuerachat" angeboten wurde. Diese Bezeichnung ist jedoch absolut falsch und irreführend.

Echter Feuerachat ist ein brauner, oft nierenförmig gewachsener Chalcedon, der durch farbenfroh irisierende Bereiche auffällt, in denen sich das Licht an dünnen Eisenoxid-Häutchen bricht (siehe Abb. links unten).

Die frühere Vorstellung, dass es sich um einen Achat mit dünnen Opal-schichten handelt, ist längst widerlegt (Gübelin, 1979, Lapis 4/12).

Seine Vorkommen liegen in Mexiko und den USA, wo er auf natürliche Weise in Hohlräumen vulkanischer Gesteine in Form von Stalaktiten oder knolligen Gebilden auftritt.

Im Gegensatz dazu ist der orangefarbige Schlangenhaut-Achat ein Produkt menschlicher Färbe- und Brennkunst. Zunächst wurden wohl natürliche Karneole "überbrannt", um eine auffällige weiße Zeichnung, die an ein Spinnennetz oder eine Schlangenhaut erinnert, zu erzeugen

(siehe Abb. rechts unten). Diese Steine kamen unter dem Handelsnamen "Feuerkarneol" auf den Markt. Als die Nachfrage sprunghaft anstieg wurden auch graue Achate künstlich orange eingefärbt und unter dem Namen "Schlangenhaut-Achat" vermarktet. Diese Behandlungs-methode muss ausdrücklich als gefärbt deklariert werden.

Die korrekte Bezeichnung für dieses Material lautet: "Schlangenhaut-Achat (gefärbt)".

 

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