Tiffany Stone (Fluorit-Opal-Jaspis)
Die ersten Funde dieses beigen Gesteins mit violetten Adern, welches in den USA als Tiffany Stone bekannt ist, stammten aus der inzwischen geschlossenen Brush Wellman Beryllium Mine im Juab County im Südwesten Utahs. Nach der Schließung der Mine, war dieser Fundpunkt jedoch nicht mehr zugänglich. Glücklicherweise wurden in der weiteren Umgebung weitere Vorkommen entdeckt, die inzwischen bei amerikanischen Mineraliensammlern unter dem Namen "Spore Mountain Lavender Mines" einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangten. In Deutschland kam das Gestein unter dem Namen "Fluorit-Opal" vor allem als Trommelsteine auf den Markt.
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Fluorit-Opal-Jaspis aus einem Trommelsteinsortiment. Die violetten Bereiche bestehen aus feinverteiltem Fluorit, die beigen und braunen Bereiche aus Jaspis und Manganoxiden. Opal ist höchstens in Rissen oder als Imprägnation vorhanden. |
Es verdankt seine Entstehung der Aktivität von Vulkanen, die in einem Kalksteingebiet in mehreren Schüben große Mengen von silikatreichen Aschelagen deponierten. Zwischen den zeitlich weit auseinander liegenden Eruptionen bildeten sich quarzreiche Sedimente, die allmählich verfestigt und umgebildet wurden. Fluorhaltige Gase führten zu einer Imprägnation der Ablagerungen mit Fluorit. In einer älteren Periode wurden vor allem Quarz, Quarzit, Jaspis, Achat und Flint entlang des Kontakts zum darunter liegenden Kalkstein gebildet. Mit dem Kalkstein assoziierte Manganerze, wurden mit eingebunden und zeigen sich braune bis schwarze, oft metallisch glänzende Adern im Gestein.
In einer späteren Periode entstanden opalreiche Konkretionen (Opalith), die sich entweder in der noch weichen vulkanischen Asche oder zwischen dem alten Kalksteinhorizont und der weicher Asche bildeten. Diese bewegte Entstehungsgeschichte führte letztendlich zu dem interessant gemusterten Gestein, welches aus verschiedenen Quarzmodifikationen (Opalith, Jaspis, Achat, Flint), Fluorit und Manganerzen zusammengesetzt ist.
"Fluorit Opal" im eigentlichen Sinne ist ein Opalith, der mit intensiv violettem Fluorit imprägniert ist. Bei diesen Qualitäten ist der Name "Fluorit-Opal" völlig richtig.
Wegen seiner starken Sprödigkeit kann dieses Material jedoch nicht als Trommelstein verarbeitet werden. Stattdessen wird ein mit Fluorit imprägniertes Gemenge aus Jaspis und Feinquarz verarbeitet, das an den gleichen Fundorten vorkommt. Durch den hohen Gehalt an Jaspis ist das Material weniger brüchig und härter als Opalith und deshalb für Trommelsteine geeignet. Hier ist der Name "Fluorit-Opal" jedoch irreführend, weil der Hauptanteil der Steine weder aus Fluorit noch Opal besteht, sondern aus Jaspis.
Undurchsichtige, beigefarbene Trommelsteine mit ganz wenigen oder gar fehlenden violetten Anteilen bestehen überwiegend aus Jaspis und sollten auch als Jaspis bezeichnet werden und nicht als (Fluorit-) Opal.










