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Start Informationen neue Steinsorten Maw-sit-sit (Jadealbit) und Chloromelanit

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Maw-sit-sit ist ein Schmuckstein aus Burma, welcher im Wesentlichen aus 6 Hauptbestandteilen besteht, die mengenmäßig stark variieren können. Dadurch können sich einzelne Exemplare im Aussehen stark unterscheiden. Der Name leitet sich ab von einer Lokalbezeichnung aus seinem Fundgebiet in der Umgebung von Tawmaw in Burma (Myanmar).

Das Gestein besteht aus einer Grundmasse aus hellen Gemengteilen (vor allem Albit, aber auch Zeolithe und Chlorit), in der zahlreiche dunkle Bestandteile, vor allem Mischkristalle der Jadeit-Kosmochlor Reihe von intensiv grüner Farbe, auftreten. Sie können sowohl größere Einzelkristalle oder ein blockiges Mosaik bilden. Dazwischen liegen immer wieder schwarze Nester von feinfilzigem Kosmochlor (NaCrSi206), einem Chrom-Analogon zu Jadeit (NaAlSi206). Zwischen Kosmochlor und Jadeit gibt es eine weitreichende Mischkristallreihe durch den Ersatz von Al durch Cr. Im Maw-sit-sit sind weite Abfolgen dieser Reihe enthalten. Im Zentrum der Kosmochlornester, findet sich oft metallisch glänzender Chromit in Form kleiner Restkörner. Darüber hinaus bildeten sich gröbere Kristalle von grauer bis grüner Färbung aus Amphibol bzw. Chrom-Amphibol. Früher wurde dieses Gestein auch als Jadealbit bezeichnet, im Laufe der Jahre wurde jedoch vermehrt Maw-sit-sit angeboten, der kaum noch Albitanteile enthält. Deshalb gilt die Bezeichnung Jadealbit als veraltet.

Die Verwendung des Begriffes "Chloromelanit" ist sehr uneinheitlich. Sein Name stammt aus dem griechischen (chloros = grün, melas = schwarz) und beschreibt das Aussehen eines Gesteins, das aus einer grünen Grundmasse mit schwarzen Flecken besteht. Früher wurden ganz unterschiedliche Gesteine als Chloromelanit angesprochen, so z.B. Eklogit, Omphacit oder eben auch Maw-sit-sit. Das führt heute im Mineralienhandel zu erheblichen Verwirrungen. Oftmals wird der Begriff als veraltetes Synonym für Maw-sit-sit benutzt, in neuerer Zeit aber auch für ein Gestein, welches im Wesentlichen aus den Pyroxen-Mineralen Jadeit, Diopsid und Ägirin besteht, die eng mit einander verwachsen sind. Die meisten gemmologischen Labore haben sich darauf verständigt, nur noch Gesteine der letzteren Art als Chloromelanit zu akzeptieren und Maw-sit-sit als eigenständige Jadevarietät zu betrachten. Eine zuverlässige Unterscheidung beider Jadevarietäten ist wegen der großen optischen Variationsbreite nur mit gemmologischen Methoden möglich.

 

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